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An unsere Einrichtung sind in allen Tätigkeits- und Betreuungsbereichen Anforderungen zu stellen, die grundsätzlich für die Organisation von Unternehmen in den jeweiligen Fachgebieten gelten. Dazu gehören ganzheitliches, sozialdiakonisches Denken, in dem die schöpferische Einheit aller Lebenswirklichkeiten bewusst gewahrt und angesprochen wird, zielgerichtetes und wirtschaftliches Handeln, das sich am jeweiligen Bedarf unserer Kunden orientiert, pädagogisches und produktives Qualitätsbewusstsein- und Management, das die klare Zuordnung und Übernahme von Verantwortung sowie die Transparenz und Effizienz von Verfahren garantiert.
Ganzheitliches Denken bekennt sich klar und eindeutig zu einer Ablehnung von Aus- und Abgrenzungen. Weder gibt es eine Abgrenzung von behinderten und nichtbehinderten Menschen noch eine zwischen den produktiven und betreuenden Tätigkeitsfeldern in der Werkstatt oder zwischen den Personen und der Arbeit.
Die tägliche Arbeit wird als ein kontinuierlicher Bildungsprozess verstanden, der sowohl die sachlich fachliche wie auch die sozial personale Kompetenz herausfordert und fördert.
Regelmäßig werden fachliche Bildungsangebote wahrgenommen, um theoretische Kenntnisse und Fähigkeiten auf einem lebendigen Niveau zu halten. Das beständige Bemühen, in der täglichen Routine nicht abzustumpfen, wie auch das persönliche Streben nach Entwicklung und Reife, bewirken einen hohen Grad an menschlicher Sensibilität und sorgen für eine angemessene Umsetzung und Konkretisierung der theoretischen Grundlagen.
Da jeder Mitarbeiter die Begrenztheit menschlichen Denkens und Handelns an sich und seinen Mitmenschen erfährt, ist die Förderung und Pädagogik der Vogtlandwerkstätten einer Kultur des Helfens durch Assistenz verpflichtet.
In weitestgehender Selbstbestimmung sollen die Menschen ihr Tun und Handeln verantworten. Jegliche Lernangebote sind auf eine Weiterentwicklung der Persönlichkeit und auf die Erhöhung oder Wiedergewinnung der persönlichen Leistungsfähigkeit gerichtet.
Die Verantwortungs- und Handlungskompetenz eines jeden zu entwickeln und zu stärken entspricht einem ganzheitlichen Menschenbild. So arbeiten Menschen mit unterschiedlichen Aufgaben und Begabungen partnerschaftlich zusammen.
Der individuelle Hilfebedarf wird entsprechend den Bedürfnissen und nach den vorhandenen Angeboten vereinbart. Zu ihnen gehören eine angemessene berufliche Bildung, eine breite Palette unterschiedlicher Betätigungsmöglichkeiten, leistungsangepasste Arbeitsplätze und arbeitsbegleitende persönlichkeitsfördernde Maßnahmen. Der Wirkungsbereich des verabredeten oder angebotenen Hilfebedarfs beginnt mit der Zumutbarkeit und hat den Sinn, Barrieren überwinden zu helfen, die die geistige, emotionale, psychische und physische Lebensqualität beeinträchtigen.
Weil die Vogtlandwerkstätten akzeptieren, dass Mitarbeiter aus unterschiedlichen Motiven mit uns in einer Dienstgemeinschaft leben und arbeiten, erwarten wir von jedem Mitarbeiter eine Mitwirkung entsprechend seinen individuellen Fähigkeiten und Begabungen. Gemäß diesen Grundsätzen menschlichen und unternehmerischen Handelns wollen wir jeden Mitarbeiter an der Verantwortung für unser Unternehmen beteiligen. Deshalb sind wir bestrebt, eine klare Organisations- und Kommunikationsstruktur, deutlich beschriebene Funktionen und Kompetenzen sowie nachvollziehbare Abläufe an den Schnittstellen zu schaffen. Durch Fort- und Weiterbildung werden die Mitarbeiter zum Erhalt der Motivation sowie der Weiterentwicklung fachlicher, sozialer und persönlicher Kompetenz beitragen und so den Erhalt und Ausbau fachlicher Standards sichern.
In diesem gemeinschaftlichen Sinne verstehen sich die Vogtlandwerkstätten für alle, die für sie arbeiten, als ein Lernort des Lebens.
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